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„Ähm Kristine was meinst du soll ich dir ein bisschen das Dorf zeigen?“, fragte Mika Kristine mit einem deutlichen Zeichen in Richtung durch. Kristine unterdrückte ein Lachen und folgte dem blonden Mann dann. Draußen angekommen seufzte Mika erleichtert „Man soll sein Glück bekanntlich nicht herausfordern.“, meinte er nur murmelnd und warf Kristine ein entschuldigendes Grinsen zu. „Zumindest weiß sie sich durchzusetzen“, lachte Kristine noch immer. „Ja nicht wahr?“, entgegnete Mika mit einem seligen Lächeln. „Also dann wollen wir mal, du wirst mir allerdings ein wenig helfen müssen.“ Kristine blinzelte irritiert dann viel ihr ein das Mika ja blind war. „Komisch“, dachte sie bei sich , „das hatte ich trotz der Augenbinde beinahe wieder vergessen. Er scheint sehr gut zurrecht zu kommen.“ „Sag mal Mika, wieso bist du Blind?“, fragte sie und war dabei beinahe schon von ihrer eigenen Dirktheit erschrocken. Aber Mika schien das nicht zu stören. „Das war bei einem der Angriffe auf das Dorf. Die Soldaten hatten die Hütten angezündet und dabei kam ich ein wenig zu nah ans Feuer heran. Ich sehe zwar manchmal noch Schatten und in gutem Licht auch Bewegungen aber im wesentlichen wars das.“ Kristine nickte bedrückt. Es war immer schwer für sie wenn sie sah welches Leid die Armeen ihres Vaters diesen Menschen angetan hatte. Traurig dachte sie daran das es wohl nicht das letzte mal sein würde das sie es erlebte. Mika riss sie aus ihrer Letargie als er ihr eine Hand auf die Schulter legte. „Mach dir nichts daraus. Es war nicht deine Schuld und ich komme auch so sehr gut zurecht. Außerdem hab ich dieser Wunde zu verdanken das ich Elena kennen lernte. Für dieses Glück hätte ich noch sehr viel mehr hingegeben als nur mein Augenlicht.“ Dabei lächelte er sie so aufrichtig und glücklich an das sie wusste das jedes dieser Worte wahr war. Sie nickte, „Vielen dank!“
„Gut da wir das geklärt haben würde ich sagen wir legen los.“ Grinste Mika breit und rieb sich abenteuerlustig die Hände. Mikas Wechsel von Ernst zu Spaß überraschte Kristine im ersten Moment doch dann musste sie grinsen. „Also Führer wo fangen wir an?“ „Erstens wir müssen von diesem Baum herunter“, dabei streckte er seinen Daumen hoch. „Zweitens zeig ich dir die<< kaidrí norgr’th>>. Die magischen Wächter.“ Der Zeigefinger folgte „Und drittens die Wasserfälle und danach schauen wir noch zu den Übungsplätzen.“

20 Minuten später standen sie vor dem was Mika die genannt hatte. Sie hatten das Dorf in Richtung Westen verlassen und waren einem schmalen Pfad auf eine Anhöhe gefolgt. Mika brauchte Kristines Hilfe nur dann und wann um sich zu orientieren. Am Anfang hatte sich noch dann und wann versucht Mika vor einem Stein oder einer Wurzel zu warnen doch schnell hatte sie bemerkt das er diese Hilfe nicht nötig hatte. Stets bemerkte er und umging sämtliche Hindernisse als könnte er sie sehen, Kristine war darüber sehr erstaunt und als sie danach fragte lächelte er nur. „Die Göttin Ruet’ha hat es gut mit mir gemeint. Meine Magie ist die der Erde daher fühle ich die Dinge die um mich herum sind.“ Das war ihm Erklärung genug gewesen auch wenn Kristine darauf brannte mehr über diese Fähigkeiten zu erfahren die die Bewohner von Shadmore alle von Geburt an hatten.
Doch bevor Kristine ihre Fragen stellen konnte traten sie aus dem Wald auf eine Lichtung. Der Platz war mit seinen 100 Metern im Durchmesser riesig und seine Kreisrundeform ließ darauf schließen dass er nicht natürlichen Ursprungs war. Die Lichtung war von dichtem Gras bewachsen und überall blühten bunte Frühlingsblumen, doch am beeindruckensten war das Bauwerk das in der Mitte des Platzes Stand.
Genau in der Mitte der Lichtung war eine kreisrunde Steinplatte in den Boden eingelassen die sich etwa einen halben Meter aus dem Boden hervorhob und einen Durchmesser von etwa fünfzehn Metern hatte. Dies allein wäre schon beeindruckend gewesen aber Kristine Blick blieb an den vier Statuen hängen die etwa doppelt so groß waren wir Mika. Mika lächelte „Das sind die Wächter!“, meinte er. „Diese Statuen symbolisieren die vier heiligen Götter.“ Er nahm Kristine an der Hand und zog sie in Richtung der Steinplatte. Als sie näher kamen konnte Kristine die erste Statue erkennen. Sie zeigte die ihr inzwischen vertraute Gestalt eines Phönix mit zusammengefalteten Flügel der mit gütigen Augen auf die Menschen hinab sah als würde er über sie Wachen. Zwischen seinem Schnabel konnte sie die ein Schwert erkennen ebenfalls aus Stein gefertigt und dennoch unverkennbar eine Kopie von Aidans Schwert. Die Statue war mit Gold überzogen das in der Sonne leuchtete wie das Licht persönlich und seine Augen bestanden aus Bernsteinfarbenen Edelsteinen. Zu den Füßen des Phönix lag eine große Schüssel mit etwa einem Meter Durchmesser in dem ein Feuer brannte. Dem Geruch nach nährte Öl die Flammen. „Shataki kennst du ja bereits. Er ist der Beschützer des Ostens, Herr über Leben, Tod und Wiedergeburt und damit der Richter der Seelen. Sein Symbol ist das Schwert“, erklärte ihr Mika mit ruhiger Stimme bei der Kristine sich auf einmal wieder wie ein Kind in den Unterrichtsstunden fühlte. Ehrfurchtsvoll starrte sie auf die große Statue des Phönix.
Nachdem Mika Kristine eingehend Zeit gelassen hatte um den Feuergott zu bestaunen nahm er sie wieder am Arm und ging mit ihr den Steinkreis nach rechts Entlang zu der Statue die Richtung Süden zeigte. „Das hier ist Ruet’ha.“, sprach Mika weiter, „Meine ganz persönliche Schutzgöttin da sie die Göttin der Heilung, Gesundheit aber auch Krankheit ist. Ihr gehört das Element Erde und ihr Zeichen ist der Stab der Hoffnung.“ Kristine besah sich die Statue eingehend. Sie war aus massiven schwarzen Felsgestein das poliert und daher vollkommen glatt war. Die schimmernde Gestallt stellte eine hoch gewachsene schlanke Frau dar mit langen Haaren. Sie stand Aufrecht und hielt in ihren vor ihrem Körper gefalteten Händen einen Stab der so groß war wie sie selbst und an dessen Spitze ein großer Smaragd leuchtete. Ihre Augen waren geschlossen als würde sie beten. Auch zu ihren Füßen war eine Schüssel gestellt worden in der fruchtbare Erde lag auf die einige Blumen gelegt worden waren. „Sie ist die Wächterin des Südens“, erklärte Mika noch nachdem Kristine die Statue fertig gemustert hatte, dann zog er sie auch schon weiter nach Westen.
„Im Westen Wacht Lataríi“, begann Mika sogleich mit seiner Erklärung während Kristine sich die Statue besah. Es war ein riesiger Drache der komplett aus blauem Kristall zu bestehen schien in dem sich das Licht brach. Seine Schwingen waren beschützend ausgestreckt während er durch Augen die aus Saphiren bestanden in die Ferne blickten. Zu seinen Füßen lag dieses mal keine Schüssel sondern dort war ein Horn aufgebart aus dem immer wenn der Wind durch es hindurchfegte ein angenehm warmer Ton klang. „Lataríi ist der Gott des Krieges des Kampfes der Ehre und allem was eben damit zu tun hat. Sein Element ist der Wind“, fügte Mika dann noch hinzu bevor er Kristine weiter zur letzten Figur führte die im Norden stand.
Diese war wieder eine Frau die auf einem Stein lag doch deren Beine in einem Fischschwanz endeten. Kristine war es nicht möglich zu sagen aus welchem Material die Statue bestand doch schien es eins grün und dunkelblau schimmernder Stein zu sein. Auch diese hatte langes Haar das von einer Meeresprise in Bewegung gehalten wurde und lächelte traurig und sehnsüchtig aus zwei Opalen die ihre Augen darstellten. Unterstrichen wurde die Traurigkeit noch in dem ihr aus den Augen Wasser wie Tränen flossen und in die wassergefüllte Schüssel an ihrem Sockel tropfte. Mika begann wieder zu sprechen. „Das ist die letzte unserer Wächter. Das ist Tolis, zuständig für den Norden ihr Element ist Wasser. Sie ist die Hüterin der Magie, der Liebe, der Macht und des Glücks.“
„Und was ist ihr Symbol?“, fragte Kristine mit ehrfurchtsvoller Stimme. Allmählich bekam sie ein Gefühl für den Aufbau der Götter. Jeder Gott schien ein Element und ein Symbol zu haben das ihn neben seinem Geschlecht und aussehen Charakterisierte. Mika schaute sie etwas verwirrt an „Symbol?“, fragte er irritiert. Kristine lächelte darüber irgendwie schien es ihr seltsam das der kluge Heiler nicht wusste worauf sie hinaus wollte. „Ja“, nickte sie. „Shataki’s Symbol war das Schwert. Ruet’ha’s der Stab. Der Drache… Lataríi hatte das Horn. Aber hier ist nichts dergleichen zu sehen.“ Mika lächelte überrascht aber zufrieden das ihr das aufgefallen war. >>Sie würde eine gute Priesterin oder Heilerin abgeben.<< dachte er bei sich. „Erstaunlich das dir das auffällt den meisten entgeht das. Tolis hat im Grunde keines dieser Symbole zumindest kein sichtbares. Ihr Symbol sind ihre Augen und der Ausdruck der darin liegt. Sie ist die Göttin des Heims und des Glücks daher ist ihre Handschrift in allem zu sehen was mit Gefühlen zu tun hat.“
3.7.06 19:54


„Sag mal Elena“, meinte Robin, „ wie sieht es eigentlich mit den Vorbereitungen für das Rukara - Fest aus?“ Elena zuckte mit den Schultern „Bisher läuft es sehr gut, aber noch ist es ja eine Woche Zeit. Der Wirklich anstrengende Teil liegt noch vor uns. Das Holz haben wir bereits hoch geschafft und Arn plant gerade die Jagd.“, antwortete sie ihm. Kristine schaute auf „Rukara?“, fragte sie, „Davon hab ich noch nie gehört.“ Elena wollte gerade dazu ansetzen ihr zu antworten als Mika ihr zuvor kam. „Lass mich das bitte erklären“, meinte er lächelnd und Elena ließ ihn lächelnd gewähren.
„Beim Rukara Fest feiern wir den Beginn des Sommers und danken den Göttern dafür dass sie uns ein neues Jahr geschenkt haben. Rukara ist bei uns das wichtigste Fest im Jahr vor allem weil es das Fest für den Gott Shataki ist. Shataki ist der Gott des Lebens des Glücks und der Liebe aber auch des Todes und tritt in Form des goldenen Vogel des Phönix auf. Du hast bestimmt schon bemerkt das wir den Phönix besonders verehren.“ Kristine dachte an die Bilder in der unterirdischen Halle und an das Fresko in Aidans Arbeitszimmer und an die Kleidung des Anführers die er an jenem Abend getragen hatte und nickte dann. „Hat dir schon mal jemand erzählt warum das so ist?“, fragte Mika dann. Kristine schüttelte den Kopf , „Nein. Der Prinz ähm ich mein Aidan meinte zwar einmal etwas von einer Legende aber mehr habe ich bisher noch nicht erfahren.“ Mika lächelte zufrieden, er genoss es wenn er Geschichten erzählen konnte. „Diese Legende ist schon sehr alt und die Ereignisse sind vor langer Zeit geschehen.
Damals war Shadmore noch kein Königreich sondern bestand ähnlich wie es heute der Fall ist aus verschiedenen Stämmen. Diese Stämme waren in vier Clans geteilt von denen jeder einem Element angehörte. Feuer, Wasser, Luft und Erde. Diese vier Clans führten damals noch erbittert Krieg gegeneinander. Nun kam es das die Menschen von einer dunklen Macht bedroht wurden, was genau sie gewesen ist weiß man heute nicht mehr. Doch die Menschen waren geschwächt von ihren eigenen Kämpfen gegeneinander und konnten daher nicht gegen diese dunkle Macht bestehen. In dieser Zeit lebte ein Junge bei den Stämmen. Er war ein Findelkind das mitten im Winter in den Bergen gefunden wurde. Die Menschen zogen ihn zwar auf aber offiziell wurde er nie bei einem der Clans anerkannt da er im Unterschied zu den anderen keine Magie ausüben konnte. Er hatte keine Macht und wurde daher nicht als einer der ihren akzeptiert. Man hatte ihn Faolan genant da er wie ein einsamer Wolf von Stamm zu Stamm zog ohne wirklich jemals irgendwo aufgenommen zu werden.
Dieser Junge wollte die Clans davon überzeugen dass sie nur überleben könnten wenn sie sich zusammenschließen und mit vereinter Kraft Kämpfen würden. Doch die Menschen wollten ihm nicht zuhören da er keiner von ihnen war. Aber Faolan wusste das sie sterben würden wenn er sie nicht überzeugen könnte und deswegen wollte er nicht aufgeben.
Daher stieg er auf den höchsten Gipfel der Berge um dort die Götter um Hilfe und Rat anzurufen. Da erschien ihm Shataki in der Gestalt des Phönix und sprach zu ihm das er von seiner Not wisse und ihm Helfen möchte. Er gab ihm zwei Dinge mit auf den Weg mit denen er die Menschen davon überzeugen sollten dass er Recht hatte. Das eine war ein Schwert das im Feuer des Phönix geschmiedet wurde, es war schärfer und fester als jedes andere Schwert. Man sagt das dieses Schwert seinem Besitzer übermenschliche Schnelligkeit und Kraft verleiht. Das andere war die Macht über alle vier Elemente. Mit diesen Dingen ausgestattet ging er zurück und überzeugte die Menschen und so sie besiegten diesen dunklen Feind gemeinsam.“ Schloss Mika seine Erzählung.
„Das heißt also….“, begann Kristine. „Das Aidan der direkte Nachfahre dieses Jungen ist“, vollendete Robin den Satz mit einem nicken. „Die Menschen beschlossen damals sich zu einem Königreich zusammen zu schließe und bestimmten Faolan zu ihrem ersten König. Seither ist es so dass die Königfamilie die Macht über alle vier Elemente beherrscht. Noch heute findet man viele Spuren dieser Legende in unseren eignen Traditionen. So ist zum Beispiel das Schwert das Faolan bekommen hat noch heute im Besitz der Herrscherfamilie. Du hast es bereits gesehen als wir auf der Wolfsburg gewesen sind.“
Kristine dachte an das reich verzierte Schwert das Aidan getragen hatte. „Und der nahme Faolan?“, fragte sie dann weiter. „Jedes Kind aus Faolans Zweig bekam seinen Namen als Zweitnamen und nach und nach wurde er zum Namen der Herrscherfamilie gemacht , daher trägt auch Aidan ihn“ erklärte dieses mal Elena. „Also feiert ihr Rukara zu ehren von diesem Gott Shataki?“, schloss Kristine zusammenfassend. Wieder war Mika es der weiter sprach. „Ja. Wir ehren Shataki für seine Hilfe bei diesem Krieg gegen das Dunkle. Seither ist auch der Phönix das Wappentier von Shadmore und übrigens auch das unserer Rebellion, denn genau wie der Phönix wird Shadmore aus seiner Asche neugeboren.“ Mika lächelte.
Allmählich gab das für Kristine alles Sinn. „Und was macht ihr an diesem besonderen Fest?“, fragte Kristine nun neugierig geworden. „Das Fest steht im Zeichen des Feuers und des Lebens deswegen entzünden wir ein großes Feuer und es gibt ein großes Essen. Bei den Zeremonien werden die sechzehn Jährigen Jungen und Mädchen in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen und es gibt auch viele Hochzeiten und ähnliches. Du wirst es sehen es ist ein fröhliches Fest.“ Dabei sah sie Mika lächelnd an.
„Werden du und Mika auch an diesem Tag heiraten?“, fragte Kristine neugierig geworden. Doch Elena schüttelte den Kopf „Nein. Wir müssen noch bis zum Martris Fest im Matriín warten. Das ist bei euch der achte Monat wenn ich mich nicht Täusche.“, erklärte sie. Kristine nickte. Sie hatte bereits während ihrer Ausbildung gelernt das die anderen Länder oft zwar eine ähnliche aber dennoch eine Unterschiedliche Zeitrechnung hatten. Shadmore und das Königreich teilten beide ihre Jahr in Zwölf Monate mit jeweils 29 Tagen allerdings war das Neujahr unterschiedlich angesetzt. Während das Königreich das neue Jahr genau in der Hälfte des Winters feierte, begann dieses in Shadmore erst zum vierten Monat des Jahres. „Aber warum könnt ihr erst zum Ma .. Mat?“, Kristine schüttelte den Kopf, ihr war das Wort für Entfallen. „Martris“, halt ihr Elena lächelnd weiter. Kristine nickte dankbar. „Warum könnt ihr erst am Martris – Fest heiraten?“ Erneut ergriff Mika das Wort „Wir haben hier einen Brauch. Wenn man sich für einen Partner entscheidet besiegelt man diesen Bund mit einem Schwur. Du wirst es am Rukara - Fest bestimmt sehen das sich der eine oder andere das Versprechen gibt. Die meisten machen es an einem solchen Festtag damit sie wissen wann das Jahr um ist, wenn man möchte kann man es aber auch gern dazwischen machen. Wir nennen diese brauch aki akima. Frei übersetzt einfach >>ein Jahr<<“ Mika grinste verlegen, „Ich geb zu was nahmen angeht sind wir nicht sonderlich einfallsreich. Von da an Leben die Partner für ein Jahr zusammen wie es auch später der Fall sein wird. Nach Ablauf dieses Jahres können sie sich entweder einfach trennen ohne dass der eine Ansprüche auf den anderen hat, oder sie werden offiziell zusammengegeben. Erst dann gelten sie als Verheiratet und dieser Bund ist dann nur noch sehr schwer zu lösen. Ich und Elena haben uns am Matris Fest das Versprechen gegeben. Und mein Zukünftiger Schwager hier wird es seiner Liebsten hoffentlich auch bald geben.“ Robin wurde bei diesen Worten etwas rot lächelte aber schief. „Zumindest wenn ich Ari endlich dazu bekomme mein Angebot anzunehmen“, seufzte er etwas geknickt. „Ari ist Arns Tochter, oder?“ wollte Kristine wissen die den Namen zwar bereits gehört hatte aber sich nicht mehr sicher war ob sie ihn richtig zuordnete. Robin nickte. „Ja. Du hast sie bereits gesehen an deinem ersten Abend auf der Wolfsburg, wobei ich kaum glaube das du sie wirklich bemerkt hast.“ Kristine versuchte sich zu erinnern doch es gelang ihr nicht. Elena lachte leise „Sie lässt mein Bruderherz ganz schön zappeln was das angeht. Dabei ist er ihr vollkommen verfallen“, dabei wuschelte sie ihrem Bruder durch das braune Haar. Dieser warf Elena einen finsteren Blick zu „Es kann ja nicht jeder einen Drachen wie dich heiraten“, stichelte Robin seine Schwester nur um kurz darauf Elenas Löffel an die Stirn geworfen zu bekommen. Mit einem leidenden Ausdruck sah Robin Kristine an. „Siehst du was ich meine? Ich versteh gar nicht wieso Mika ausgerechnet sie will. Immerhin ist er ein Mann von Verstand.“ Mika und Kristine kicherten leise während Elena ihren Bruder mit ihren Blicken förmlich aufspießte. Dieser grinste sie schelmisch an und erhob sich dann. „Ich glaub das war mein Signal das es Zeit ist zu gehen.“ Dann verließ er fluchtartig den Raum bevor ihn der Apfel den Elena nach ihm warf ihn traf.
27.5.06 22:28


So die ersten 2 Seiten erstmal den Rest tipp ich später ab. Hoff du hast deine Freude daran auch wenn der Anfang noch etwas holprig ist ^^

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„Gut dann komm her“, meinte Elena. „Also stell einfach deinen Fuß hier hinein“, dabei wies die junge Frau auf eine Schlaufe die an einem Seil befestigt war das an einem der niedrigeren Äste befestigt war. „Danach hebst du dich einfach an dem Seil fest und ziehst an dieser Schnur. Alles klar?“, fragte sie dann nach ihren Erklärungen. Kristine nickte und folgte den Anweisungen. Nachdem sie ihren Fuß in die Schlaufe gestellt hatte packte sie das Seil fest und zog vorsichtig an der Schnur. Als nichts geschah zog sie etwas fester und die sie fühlte das sich an der anderen Seite etwas löste. Kaum war das geschehen straffte sich das Seil unter ihrer Hand und zog sie langsam nach oben. Überrascht schaute sie auf den immer größer werdenden Abstand unter sich doch dann musste sie grinsen und schaute nach oben. Dort hielt das Seil auf der Höhe einer Hölzernen Plattform auf die Kristine nun stieg. Dann schaute sie nach unten. „Das ist genial wie macht ihr das nur?“, rief sie herunter. Elena zuckte mit den Schultern. „So genau weiß ich das auch nicht, Robin hat das entwickelt. Durch das Seil löst sich irgendwie ein Gewicht und während das nach unten zieht zieht es dich nach oben.“ „Einfach aber rafiniert!“, grinste Kristine. „So könnte man es sagen. So ich komm jetzt auch hoch. Zieh mal an dem Hebel neben dir.“ Bat Elena. Kristine schaute sich um und entdeckte einen großen Hölzernen Hebel an dem Holzgerüst das die Plattform umgab. Von dort aus zogen sich zwei Seil nach oben und als Kristine ihn nach unten drückte bewegte sich das eine Seil während das andere nach oben zog.
Kurze Zeit später war auch Elena auf der Plattform angekommen. „Also das ist unser Baum wir liegen direkt am Versammlungsplatz und bilden damit genau die Mitte des Dorfes, nur falls du dich mal verlaufen solltest.“, dann wies Elena auf die Plattform auf der sie standen. „Die untersten Plattformen sind allgemeine und übliche Fußwege auf ihnen kommst du fast von jedem Baum zum nächsten“, dabei zeigte sie auf eine Hängebrücke die neben ihnen abging. „Die hier zu Beispiel führt zu Arns Familie. Die Wohnhäuser sind eine Plattform weiter oben.“ Sie zeigte auf einen schmale Treppe die sich um den Baum nach oben schraubte und genau dieser folgten sie nun nach oben. Kristine hielt sich vorsichtshalber immer an den Seilen fest die zur Absperrung gespannt waren. Die nächste Plattform sah aus wie jene auf der sie bereits gestanden hatten nur das hier Wege zu zwei Hütten abgingen. Die eine war die große Gemeinschaftshütte die Kristine bereits auf den anderen Bäumen gesehen hatte und die andere war eine kleine Wohnhütte. Auf diese steuerte Elena nun zu, öffnete die Tür und bat Kristine einzutreten. Sie traten in den abgedunkelten Raum und erst als Elena die Fensterverschläge öffnete konnte Kristine die Einzelheiten erkennen.
Der Raum war klein und besaß gerade mal drei Möbelstücke die sich dicht drängten. Das eine war ein Bett an dessen Fußende eine Truhe stand. Unter dem Fenster war noch ein schmales Brett angebracht das offensichtlich als Tisch dienen sollte.
Elena schaute sie entschuldigend an „Es ist leider nicht sehr groß. Ich weiß du bist besseres gewohnt.“ Kristine schüttelte mit einem glücklichen Lächeln den Kopf. „Nein es ist wunderbar. Danke Elena“, meinte Kristine, und das meinte sie auch vollkommen ernst. Sie hatte nie einen Hang für ausgeprägten Luxus gehabt. Zwar hatte sie zu Hause immer das neuste und teuerste an Kleidung und Möbeln gehabt doch das alles war mehr aus Pflicht und zum Teil auch aus kindlichem Trotz angeschafft worden. Das Königreich war ein schönes Land doch Frauen hatten dort nur Wert wenn sie vorzeigbar waren, daher hatte sie sich immer sehr bemüht besonders hübsch auszusehen in der Hoffnung ihr Vater würde dadurch Stolz auf sie werden. Doch er hatte sie nie übermäßig beachtet. Diese Hütte bedeutet in ihrer Schlichtheit für Kristine Freiheit, zum einen weil sie nun nicht mehr dauernd auf ihr äußeres achten musste und zum anderen weil sie nur für sie alleine da war. Zu Hause hatte sie war große schöne Räume gehabt, doch im Grunde war sie dort nie allein gewesen. Als sie klein gewesen war, war immer das Kindermädchen dabei gewesen, später ihre Zofen und ihre Lehrerinnen, es war das erste Mal das sie einen Bereich nur für sich hatte. Elena war über Kristines glückliches Lächeln etwas erstaunt erwiderte es aber fröhlich. Sie freute sich das ihrer Freundin das Zimmer gefiel. „Du kannst dich hier später richtig einrichten wenn du möchtest aber jetzt zeig ich dir noch unsere Gemeinschaftshütte“, mit diesen Worten verließen sie das Zimmer und umrundeten die Plattform auf die andere Seite wo das große Haupthaus war. Oben auf dem Dach stand Robin mit einigen Matten aus geflochtenem Gras auf den Armen und schaute zu ihnen runter. „Hallo“, begrüßte er sie und wischte sich den Schweiß aus der Stirn. Kristine begrüßte ihn nickend. „Wie weit bist du?“, fragte Elena. „Fast fertig“, antwortete ihr Zwillingsbruder, „War kein besonders großes Loch. Aber wir benötigen neue Matten das hier waren die letzen.“ „Ist gut. Ich wird später Gras holen gehen.“, meinte sie und betrat dann das Haupthaus dicht gefolgt von Kristine.
Als sie eintraten drehte sich ein junger Mann erschreckt um der gerade an einem der Regale stand. Kristine war sich sicher ihn noch nicht gesehen zu haben. Er war etwa einen halben Kopf größer als sie und breitschultrig. Seine Haaren waren dunkelblond und sahen ziemlich verwuschelt aus was ihm ein etwas verschlafenes äuseres Gab. Über seinen Augen lag ein Verband, offensichtlich war er blind. „Mika“, entfuhr es Elena, „Was machst du hier? Solltest du nicht bei den trächtigen Stuten sein?“ Der junge Mann fuhr sich verlegen durch das dichte Haar und lächelte schuldbewusst wie ein kleiner Junge. „Ich, ..naja .. also …“, stotterte Mika vor sich hin. Offensichtlich fand er keine passende Erklärung die ihn vor dem bevorstehenden Donnerwetter retten konnte, daher zog er es vor dann zu schweigen. Kristine versuchte sich ein lachen zu verkneifen schaffte es aber nicht. Sie fand die Situation mehr als komisch. Da stand Elena mit ihrer zierlichen Figur vor dem jungen Mann der neben ihr wie ein Riese wirkte und Angst hatte den Mund aufzumachen. Offensichtlich jagte Elena jedem Mann mehr Angst ein als ein tollwütiger Bär.
Mika drehte bei dem Klang ihres Lachens seinen Kopf in ihre Richtung. Wie es aussah hatte er eine Möglichkeit gewittert seinem Schicksal zu entgehen. „Hallo Fremde“, begrüßte er sie lächelnd und ging, dem Klang ihres Lachens folgend auf sie zu. Er streckte ihr beide Hände mit den Handflächen nach oben entgegen und Kristine legte ihre Hände in seine. Wieder lächelte der junge Mann und drückte die Hände zur Begrüßung. „Fáilte ban-charaid!“, sprach er dann. „Willkommen Freundin wiederholte er dann in ihrer Sprache, „Ich bin Mika, Erster Wunderheiler dieser kleinen Gemeinschaft und fast Gefährte von der bezaubernden Elena.“ Bei den letzen Worten schnaubte die Bezaubernde nur lächelte aber still in sich hinein. Kristine war von dieser freundlichen und offiziellen Begrüßung etwas verlegen und wusste nicht so recht was sie antworten sollte und meinte dann einfach „Ich bin Kristine.“ „Aaah die Prinzessin. Man hat hier schon viel von euch gehört.“ Dabei lächelte er so charmant das Kristine etwas rot anlief. Elena hatte nun beschlossen ihre Freundin zu retten und knuffte ihrem Verlobten in die Seite. „Halt dich zurück du Charmeur und sag mir lieber was du hier machst.“ Mika drückte theatralisch seine Hand an die Stelle wo Elena ihn getroffen hatte und meinte mit, gespielt schmerzverzerrter Stimme. „Oh Weib warum bist du nur immer so grob zu mir. Ich bin ein armer blinder Mann, womit hab ich solche Behandlung nur verdient?“ Elena verdrehte nur die Augen und meinte dann ohne jede Spur von Mitleid „Na dann sag mir du ärmste aller Armen Kreaturen war du gesucht hast.“ „Naja“, druckste Mika etwas rum , „ich hatte heute Morgen ja kein Frühstück und Arn meinte du seihst unterwegs und da dacht ich halt …“ „Du könntest still und heimlich die Vorratskammer leeren“, beendete Elena den Satz für ihn. Mika nickte grinsend, offensichtlich froh der bevorstehenden Standpauke entgangen zu sein. „Na gut,“ meinte Elena offensichtlich besänftigt. „Setzt dich ich koch uns was. Ich hab auch Hunger. Kristine was ist mir dir?“ fragte sie dann ihre Freundin. Diese wollte gerade antworten als ihr Magen ihr mit einem lauten brummen zuvor kam. Mika und Elena brachen in lautes Gelächter aus und Elena nickte dann. „Ich schätz mal das heißt dann ja.“ Sie zwinkerte der verlegenen Kristine zu und machte sich an der Feuerstelle in der Mitte des Raums zu schaffen.
Kristine nutze den Moment um sich etwas umzusehen. Der Raum war offensichtlich in zwei Bereiche geteilt worden. Im vorderen Bereich stand ein großer Tisch an der rechten Wand und in der Mitte war eine Feuerstelle aus Steinen und Eisen gebaut die verhinderten das das Holz der Hütte anbrannte. Darüber war ein Kaminschacht abgebracht durch den der Rauch abziehen konnte und an dem Kochgeschirr und ähnliches angebracht war. An der linken Wand stand ein Regal mit einigen Büchern, Papieren und ähnlichem darin. Neben der Tür stand eine große Holzkiste auf deren Oberfläche einige Schwerter und Bögen lagen.
Der hintere Bereich der Hütte war durch zwei quer stehende Regale vom Rest abgetrennt worden und dahinter schien sich anscheinend so etwas wie eine Vorratskammer zu befinden, da Elena von dort etwas Brot und Früchte holte.
Nachdem Kristine sich umgesehen hatte setzte sich zu Mika an den Tisch und schaute sich das Geschäftige Treiben unten auf dem Versammlungsplatz an. Von mehreren Feuern stieg dort Rauch auf und überall saßen kleinere Gruppen von Leuten die zusammen nähten, kochten, Waffen ausbesserten und sich nebenher fröhlich unterhielten. Dazwischen spielte eine Gruppe von jüngeren Kindern von vielleicht drei bis sechs Jahren unter der Aufsicht ihrer Mütter fange. Kristine musste bei diesem harmonischen Anblick lächeln, es war kaum vorstellbar dass diese friedliche Gemeinschaft sich gerade im Krieg befand.
„Und wie gefällt dir unser keines Dorf?“, unterbrach Mika ihre Gedanken. „Es ist alles so einfach, so harmonisch so ganz anders als bei mir zu Hause“, antwortete Kristine wahrheitsgemäß. „Inwiefern anders?“, fragte Mika weiter nach. Kristine schloss die Augen als könnte sie sich dadurch besser erinnern. „Wir haben riesige Städte in denen mehrere tausend Menschen Leben. Ich glaub allein Hohenburg hat beinahe 30.000 Einwohner. Und genauso wie unsere Städte sind, sind unsere Häuser. Sie sind alle groß und aus Steinen gebaut damit die Hitze draußen bleibt. Das ist noch so etwas bei uns wird es niemals so kalt wie hier selbst im Winter nicht. Es ist einfach anders, auch die Art der Menschen das ist alles schwer zu erklären.“ Mika lächelte verständnisvoll. „Stimmt das Wetter hier ist Gewöhnungsbedürftig. Vor allem im Winter kann es hier sehr kalt werden, wobei wir durch die Bäume meistens weniger Problem mit dem Schnee und den Stürmen haben. Wir haben jetzt noch Frühjahr um diese Zeit ist es ziemlich angenehm wenn auch die Nächste noch immer sehr kalt sein können.“ Kristine dachte bei diesen Worten an die Nächte auf der Ebene die sie frierend verbracht hatte. Das war nun kaum zwei Wochen her, doch kam es ihr vor wie eine Ewigkeit. Mika fuhr fort „Doch die Sommer sind hier dafür angenehm. Ich war einmal, das war noch bevor ich mein Augenlicht verloren habe in Hamon oben bei den Wüstenstämmen. Ich konnte nicht verstehen wie man diese Hitze auf Dauer aushält, aber gute Heiler haben sie dort. Ich habe damals viel gelernt.“ Diese Bemerkung brachte Kristine auf eine Frage die sie bereits vorher schon stellen wollte doch sich bisher noch nicht getraut hatte. Mika war ihr noch Fremd auch wenn er ihr bereits auf Anhieb sympathisch war denn er hatte eine offene herzliche Art die sie irgendwie berührte und die sie etwas an Robin erinnerte. „Du hast dich vorher als erster Wundheiler vorgestellt. Was bedeutet das?“, fragte sie neugierig. Mika grinste breit, offensichtlich hatte sie sein Lieblingsthema angesprochen. „Treasach ist ein ziemlich großes Dorf und im Grunde passiert hier ständig irgendwas. Für einen Heiler allein wäre das meistens zuviel Arbeit daher haben wir inzwischen mehrere wovon jeder für einen bestimmten Bereich zuständig ist. Es gibt den ersten Bereich das ist der in dem wir uns gerade befinden. Das Zentrum des Dorfes sozusagen, für den bin ich und einer meiner Gehilfen zuständig. Dann haben wir noch den Wasserbezirk. Der heißt so weil er sich den Fluss entlang bis zum Wasserfall erstreckt. Außerdem hatt sich dort allmählich der Großteil der Wassermagier angesiedelt. Danach sind dann noch die anderen drei Bereiche entstanden. Der Feuerbereich der Erdbereich und der Windbereich. Die Bezeichnung hat aber weniger mit den dort ansässigen Leuten zu tun sondern entstand wahrscheinlich als Ahnlehnung an den Wasserbereich denn die Bevölkerung dort ist noch immer sehr gemischt. Der Wasserbereich ist somit im Osten im Süden ist der Erdbereich im Westen der Feuerbereich und im Norden der Windbereich und in der Mitte liegt das Zentrum. Das ist im Grunde ganz einfach.“ Mika lächelte. „Nun hat jeder Bereich seinen eigenen Heiler und ich schau eben das jeder von ihnen seine Arbeit gut macht und schlichte auch mal den einen oder anderen Streit unter ihnen oder setz einen neuen Heile ein wenn der andere zu alt wird oder stirbt. Was auch immer anfällt.“ „Und wie wird das entschieden wer der erste Heiler ist?“, fragte Kristine noch einmal nach. Dieses mal antwortete Elena an Mikas Stelle „Nach den Fähigkeiten. Mika ist nicht nur für die Verwaltung der einzelnen Bezirke zuständig sondern hat auch das größte Wissen und die meiste Erfahrung weswegen er dann oft von den anderen um Rat gefragt wird.“ erklärte die junge Frau während sie jedem einen Teller mit gegrilltem Fisch und Obst hinstellte. Dann stellte sie zwei weitere Teller voller Essen auf den Tisch und setzte sich selbst hin. Kristine schaute irritiert auf den vierten Teller. „Für wen ist der?“ fragte sie dann. Elena lächelte nur und keine zwei Sekunden später ging die Tür auf und ein grinsender Robin kam herein. Er schloss die Augen und sog die Luft tief ein dann grinste er glücklich. „Wusst ich doch das ich was zu essen gerochen hab!“ Damit setzte er sich zu den anderen an den Tisch und nahm sich den vierten Teller. Kristine schaute nur erstaunt Elena an, sie konnte sich nicht erinnern das die junge Frau ihrem Bruder bescheid gesagt hätte. Doch diese zuckte nur mit den Achseln und wies auf Robin und Mika „Diese beiden sind ein Wunder. Sie können Essen riechen bevor es gekocht wurde und stehen immer parat wenn ich es gerade fertige habe.“ Die beiden genannten schauten sich nur an als wären sie sich keiner Schuld bewusst doch beide unterdrückten ein Grinsen und Kristine lachte unterdrückt. Sie fühlte sich in dieser Gesellschaft wohl wo jeder die Macken des anderen wortlos akzeptierte.
27.5.06 14:51


Sie wurden in ihrem Gespräch unterbrochen als Elena mit weit ausgreifenden Schritten auf sie zukam. Robin wurde bei einem Blick in ihr Gesicht auf einmal ganz klein im Sattel und hielt sein Pferd etwas hinter Kristine. „Hallo Schwesterchen“, begrüßte er sie übertrieben fröhlich. „Hallo Schwesterchen“, äffte sie ihn nach, „Hast du nicht etwas vergessen, Bruderherz?“, meinte sie mit schneidender Liebenswürdigkeit. Robin blinzelte verständnislos, offensichtlich wusste er es nicht. „Wolltest du nicht eine Kleinigkeit erledigen?“ Robin lächelte verlegen, kratze sich am Hinterkopf und antwortete dann vorsichtig, „Meinst du vielleicht das Dach?“ „Ja, genau das Dach das du schon vor einer Woche reparieren solltest und durch das nun jede Menge Regen gekommen ist und unsere Vorräte zerstört hat.“
Ihr Bruder grinste entschuldigend. „Tut mir Leid, Schwesterchen. Ich hatte so viel zu tun und ..“ „Ist mir egal wie viel du zu tun hattest“, unterbrach sie ihn barsch , „Du bringst das gefälligst in Ordnung und zwar jetzt gleich. Ich kann doch nicht immer alles allein machen.“
Der junge Mann seufzte schicksalsergeben. Er wusste das sie nicht ernsthaft wegen des bisschen Brots wütend war sonder einfach weil sie ihre Wut über Mika an jemanden ablassen musste. Zu dem hatte er es ja wirklich versprochen das Dach zu reparieren und es dann schlicht und einfach vergessen. Er schwang sein Bein über den Widerrist seines Pferdes und ließ sich hinab gleiten. Dann rief er einen Jungen her und bat ihn sich um das Tier zu kümmern. Kristine beschloss es ihm gleich zu tun und Übergab die Zügel ihrer Stute an den Knaben. Bisher hatte sie geschwiegen. Elenas Wut hatte sie verlegen gemacht und sie wusste nicht wie sie darauf reagieren sollte.
„Ich mach mich sofort an die Arbeit, Schwesterchen“, versprach Robin. Dann drehte er sich zu Kristine um „Bis später dann“, lächelte er und machte sich auf den Weg. Sie sahen ihm beide noch kurz nach bis Elena sich mit einem Lächeln zu ihr umdrehte und sich eine Strähne ihres langen braunen Haares aus dem Gesicht strich.
„Entschuldige aber manchmal treiben mich diese Kerle einfach zum Wahnsinn“ sie lächelte entschuldigend. „Schon okay“, meinte Kristine beschwichtigend, „Ich kenn das, mein Bruder war auch eine Landplage.“ Bei dem Gedanken an ihn fühlte sie wieder den Altbekannten Stich des Verlustes. Elena entging das natürlich nicht doch sie beschloss nicht darauf einzugehen, dafür war später noch Zeit. „Komm, meinte sie fröhlich. Ich zeige dir erstmal dein Quartier, es wird dir gefallen.“ Sie packte Kristine am Arm und zog sie mit sich. „Mein Quartier?“, fragte sie irritiert. „Ja“, Elena nickte bestätigend, „Du bekommst eine der leeren Hütten auf unserem Baum.“ „Heißt das ich bin keine Gefangene mehr?“, fragte Kristine überrascht an die kleinen Hütten, die zweifelsohne stabil aber bestimmt nicht haltbar genug war um jemand gefangen zu halten. Elena schaute etwas verlegen „Naja du kannst dich hier zumindest frei bewegen.“ Kristine verstand die Anspielung. Es war ihr frei zu gehen wohin sie wollte doch die Wahrscheinlichkeit dass sie wirklich fliehen könnte war zu minimal als das man auf sie aufpassen musste. Im Grunde war es ihr egal. Sie wollte gar nicht mehr fliehen und daher war sie froh dass sie sich zumindest frei bewegen konnte. Und das war ihr auch anzusehen. „Das macht nichts“, lächelte sie daher, „Ich freu mich schon dass ich nicht immer in einer Kammer sitzen muss.“ Doch dann wurde ihr lächeln etwas dünner , „Und Elena, es tut mir Leid wegen dem was ich gesagt habe. Das war dumm und du hattest Recht.“
Elena schien im ersten Moment gar nicht zu verstehen worauf Kristine hinaus wollte lächelte dann. „Ach schon vergessen. Ich bin nicht sehr nachtragend.“ Winkte sie lachend ab. Kristine lächelte ebenfalls, diesen Eindruck hatte sie auch schon gewonnen. Selbst ihr Ärger über Robin und Mika schien sich bereits verflüchtigt zu haben. Dieser Gedanke brachte Kristine auf ein anderes Thema. „Wer ist denn eigentlich Mika. Arn und Robin haben vorher von ihm gesprochen doch ich hab noch nicht so ganz mit bekommen wer das ist.“, fragte sie. Elena versuchte möglichst Böse auszusehen, doch das Lächeln das in ihren Augen lag konnte sie nicht unterdrücken. „Er ist mein Gefährte. Nicht das er es verdient hätte.“
Kristine schaute verwirrt „Dein Gefährte?“ Sie verstand die Bedeutung dieses Wortes nicht so recht. „Gefährte deshalb weil wir noch nicht offiziell Zusammengegeben wurden. Doch das wird sich hoffentlich bald ändern“, jetzt versuchte sie gar nicht erst ihr glückliches Lächeln zu verbergen. Kristine erwiderte das Lächeln doch in ihrem inneren war nicht nach Lächeln zu mute. Sie beneidete Elena um ihre Freiheit den zu wählen der am besten für sie war. Sie hatte diese Wahl nie gehabt und würde sie womöglich auch niemals haben. Sie war nun mal eine Prinzessin und ihr zukünftiger Mann würde der Thronfolger des Königreichs werden, und durch ihre Ehe würde eine wichtige politische Bindung geschlossen werden. Und dennoch tief in ihrem Herzen hegte sie noch immer den heimlichen Wunsch eines Tages aus Liebe zu heiraten.
„Nun komm schon“, drängelte Elena und zog Kristine mit sich. Kurz darauf standen sie vor dem Stamm eines der Bäume in der Mitte des Dorfes. Kristines Blick wanderte nach oben zu der Krone des Baumes und bei diesem Anblick wurde ihr fast schwindlig. Sie kam sich mit einem mal winzig klein und unbedeutend vor. „Und da müssen wir nun hoch?“, fragte sie mit belegter Stimme und schluckte schwer bei dem Gedanken. Elena grinste „Das ist doch kein Problem für dich oder?“, fragte sie mit unschuldigem Ton. Die Prinzessin schüttelte kaum merklich den Kopf, immer noch gelähmt von dem Anblick. Es war eines sich das ganze von weitem anzusehen, als wenn man auf einmal wirklich hinauf musste.
26.5.06 12:22


Sie wurden in ihrem Gespräch unterbrochen als Elena mit weit ausgreifenden Schritten auf sie zukam. Robin wurde bei einem Blick in ihr Gesicht auf einmal ganz klein im Sattel und hielt sein Pferd etwas hinter Kristine. „Hallo Schwesterchen“, begrüßte er sie übertrieben fröhlich. „Hallo Schwesterchen“, äffte sie ihn nach, „tu nicht so scheinheilig. Hattest du mir nicht versprochen….
10.5.06 20:31


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